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Iran droht "noch vernichtendere Schläge" gegen Israel an

Am Sonntag hat Iran mit Raketenangriffen eine Vergeltungsoperation gegen Israel begonnen. Es ist die erste Eskalation seit dem Waffenstillstand vom 8. April, den Israel bezüglich Beirut und den Südlibanon nie eingehalten hat.

Während Iran den Libanon in seine Forderungen zum Waffenstillstand einbezogen hatte, lehnte Israel dies stets ab.

Der Sprecher des zentralen iranischen Militärkommandos, Ebrahim Zolfaghari, erklärte zu den nun erfolgten Angriffen Irans: "Das aggressive zionistische Regime hat durch wiederholte Verstöße gegen den Waffenstillstand, mit grünem Licht und Unterstützung der Vereinigten Staaten sowie dem Schweigen internationaler Gremien seine Grausamkeiten gegenüber dem unterdrückten libanesischen Volk von Tag zu Tag verstärkt."

"Wir hatten gewarnt, dass wir Ziele in den besetzten Gebieten angreifen würden, sollten sich die Verbrechen des kindervernichtenden zionistischen Regimes im Beiruter Stadtteil Dahieh ausweiten", fügte Zolfaghari hinzu.
Abgesehen von den Hisbollah-Verbündeten im Libanon hat der Beiruter Stadtteil Dahieh einen besonders großen Anteil an Schia-Moslems, die in Iran eine Mehrheit ausmachen.

Zolfaghari drohte zudem "noch verheerendere Angriffe gegen das Regime und seine Unterstützer" an, sollte Israel seine Angriffe aus dem Libanon und Iran ausweiten.
Der Beginn der Vergeltungsoperation gegen Israel wurde in der iranischen Gesellschaft eher begeistert aufgenommen. Massen an Menschen gingen auf die Straße und skandierten "[Generalmajor] Seyed Majid, zerschmettere den Dämon! Zerschmettere heute Nacht Tel Aviv!" Generalmajor Seyed Majid Khademi war der Chef der iranischen Geheimdienste und wurde am 6. April 2026 von Israel getötet. Neben iranischen Flaggen wurden auch Flaggen der Hisbollah gehisst.

Dank der jüngsten Eskalation wurde in Israel ein "Sondernotstand" ausgerufen, womit alle nicht dringenden Verhandlungstermine abgesagt wurden. Darunter auch derjenige, bei dem Premier Benjamin Netanjahu zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der Bestechung, des Betrugs und des Untreuevergehens aussagen sollte.

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