
Leipzig: Drohne soll zuvor auf Antonow gekracht sein – DNA-Spur ergibt Treffer in Datenbank

Im Leipziger Drohnenvorfall soll es neue Ermittlungsergebnisse geben. Laut exklusiven Informationen der Bild-Zeitung konnten Ermittler eine DNA-Spur an der mit Sprengstoff gefüllten Drohne sichern, die vor knapp einer Woche am Flughafen Leipzig/Halle sichergestellt worden ist. Die gesicherte Genspur lieferte einen Treffer in der europäischen DNA-Datenbank und soll mit einer DNA-Spur übereinstimmen, die im Zusammenhang mit dem Brandanschlag im Juli 2024 am DHL-Logistikzentrum in Leipzig gesichert worden war. Die DNA hätte aber noch keiner konkreten Person zugeordnet werden können, heißt es aus Ermittlerkreisen.
In Litauen stehen gegenwärtig fünf Männer vor Gericht, die vier Brandsätze in Paketen durch Europa geschickt haben sollen. Ein Brandsatz fing am Flughafen Leipzig Feuer. Hätte die DHL-Maschine nicht Verspätung gehabt, wäre der Brandsatz womöglich an Bord des Flugzeugs explodiert. Der Kreml hatte damalige Medienspekulationen, in die Vorfälle verwickelt gewesen zu sein, als "Falschmeldungen" zurückgewiesen, die "nie durch glaubwürdige Angaben" belegt worden seien.

Bereits zuvor hatte Bild berichtet, dass die Sprengstoff-Drohne vor ihrem Fund auf den Flugzeugflügel einer ukrainischen Antonow-Frachtmaschine geschlagen sein soll, bevor sie zu Boden stürzte. Auf dem Flugzeug sind demnach kleine Trümmerteile gefunden worden. Es gebe allerdings keine Aufnahmen von Überwachungskameras, da nur der Raum des Frachtflugzeuges erfasst werde. Die Antonow hatte laut Medienberichten Waffen und Munition für Kiew geladen.
Warum der Sprengstoff der Drohne nicht explodierte, als sie auf jenen Teil des Flügels der Antonow eingeschlagen sein soll, unter dem sich der Treibstofftank befindet, ist laut Bild-Informationen unklar. Ein Ermittler sagte diesbezüglich gegenüber dem Springer-Blatt:
"Die Nichtzündung kann auf technisches oder menschliches Versagen zurückzuführen sein."
Vorherige Medienberichte, wonach ein Airport-Busfahrer die Drohne mit einem Fußtritt aus der Luft geholt haben soll, sind demnach falsch. Laut Bild hat es sich folgendermaßen zugetragen:
"Er kam mit seinem Bus vorbei, stoppte und schaute sich den Flugroboter an. Dann stellte er den Fuß darauf und alarmierte die Sicherheitsbehörden. BRISANT: Wie BILD erfuhr, stand die Drohne mit dem abgerissenen Sprengsatz zu diesem Zeitpunkt dort schon vier Stunden, wie erst später die Auswertung der Videoüberwachung ergab."
Während sich die Ermittler mit Schuldzuweisungen (noch) zurückhalten, machen zahlreiche deutsche Medien und Politiker Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich. Die russische Botschaft in Berlin wies jede Beteiligung Moskaus zurück und sprach von einer Provokation.
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