
Duma-Wahlen: "Einiges Russland" holt absolute Mehrheit – Rekorde an Störversuchen

In Russland endeten am Sonntagabend die diesjährigen Parlamentswahlen, die Auszählung hat begonnen. Nach den Nachwahlumfragen und den ersten Auszählungen steuert die Regierungspartei "Einiges Russland" dabei auf eine absolute Mehrheit in der Staatsduma zu. In Nachwahlbefragungen liegt sie bei 49 bis 50 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Unter den Oppositionsparteien ist der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF, 14–15 Prozent in Nachwahlbefragungen), der wirtschaftsliberalen Partei "Neue Leute" (9–10 Prozent), der Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) und voraussichtlich auch der sozialdemokratischen Partei "Gerechtes Russland" (6 bis 7 Prozent) der Einzug in die nächste Duma gelungen. Die Letztgenannte muss aber wahrscheinlich noch die Nacht über zittern.

Der Wahlkampf 2026 war einer der schwierigsten, was die Intensität externer Einflüsse angeht, erklärte am Sonntagabend der stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission Russlands, Nikolai Bulajew.
"In den letzten zehn Jahren war dies der schwierigste Wahlkampf, was die Anspannung und die externen Einflüsse angeht", sagte er vor Reportern in Moskau.
Rekordzahlen haben besonders die DDoS-Angriffe auf das System zur elektronischen Fernwahl erreicht – Bulajew bezeichnete das Massenphänomen als präzedenzlos. Die Funktionsfähigkeit der Plattformen sei an ihre Grenzen gelangt, so der Beamte:
"Was die Funktionsfähigkeit der Plattformen angeht, so haben sie meiner Meinung nach ihr volles Potenzial ausgeschöpft."
Die elektronische Fernwahl fand in diesem Jahr in einer Rekordzahl von 32 Regionen sowie auf der Moskauer Plattform statt. Insgesamt haben mehr als vier Millionen Wähler den Wunsch geäußert, online abzustimmen. Darüber hinaus fanden mehr als 2.200 Einzelwahlkämpfe auf verschiedenen Ebenen statt. Die Russen wählten am Sonntag 20.700 Abgeordnete und Verwaltungschefs aus Hunderttausenden Kandidaten.
Die Wahlbeteiligung bei den föderalen Duma-Wahlen erreichte nach jüngsten Zahlen 56,66 Prozent.
Mehr zum Thema – Dritter Wahltag in Russland: Kiew führt groß angelegten Drohnenangriff auf Moskau durch
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.