
EU als NATO-Ersatz – Mit Ukraine und Moldau wieder ein Stück näher an Russland

Von Uli Gellermann
Dass die EU Beitrittsverhandlungen mit der Republik Moldau und der Ukraine beginnen, klingt harmlos: Wenn alles klappt, so klingen Meldungen und Kommentare, gibt es eben zwei EU-Länder mehr; mit den Zwängen der EU müssen sich deren neue Insassen rumschlagen, das ist dann deren Sache. Könnte man denken. Aber dass die EU seit dem Vertrag von Lissabon (2009) auch ein Militärpakt ist, dass es seit 2017 einen Vertrag für gemeinsame Rüstungsprojekte gibt, dass es sogar eine militärische "Beistandsklausel" gibt, wird selten erwähnt. Als wäre die EU noch ein Wirtschaftspakt und der EWG ähnlich.

Vorhang der Normierung von Gemüsen und Eiern
Hinter dem Vorhang der Normierung von Gemüse und Eiern haben die 27 EU-Mitgliedstaaten seit 2024 mehr als 320 Milliarden Euro für Rüstung aller Art ausgegeben. Wann immer sich jemand traut, öffentlich nach dem Zweck dieser Hochrüstung zu fragen, bekommt er die primitive Antwort von der russischen Bedrohung serviert. Natürlich spart man sich jeden Beweis: Für den Verleumdungsgebrauch reicht die tausendfache Wiederholung durch die üblichen Medien.
Grenzen immer näher an den propagierten Feind
Der jetzige US-Präsident Donald Trump besteht darauf, dass die USA weniger und die anderen NATO-Mitglieder mehr für das Militärbündnis zahlen; das kann teuer für die EU-Staaten werden. Auf die Idee, einfach weniger für Rüstung auszugeben, kann der normale Eurokrat nicht kommen. Wer soll ihm sonst die Taschen füllen, wenn nicht die Rüstungsindustrie? Also sucht er sein Heil in der Erweiterung der EU-Grenzen.
Mehrere Mitgliedstaaten schieben die Grenzen immer näher an den propagierten Feind; sie wollen Russland einkreisen und so den Sieg über Putin und Moskau durch Landgewinn erreichen.
1.222 km lange Grenze der Republik Moldau zur Ukraine
Die 1.222 km lange Grenze der Republik Moldau zur Ukraine verläuft teils in direkter geografischer Nähe zur südukrainischen Hafenstadt Odessa. Die Republik Moldau gehörte bis 1991 zur sich auflösenden Sowjetunion. Aber der Niedergang der Alternative zum gewöhnlichen Kapitalismus reicht den Herren von Bank und Börse nicht; sie wollen ihre Stiefel auf den Boden des geschlagenen Feindes setzen, sie wollen in Schlagweite sein, um die Russen zu bedrohen, wenn möglich gefügig zu machen.
Strategische Bedeutung von Odessa
Vor allem geht es bei der EU-Erweiterung um die strategische Bedeutung von Odessa: Der alte zaristische Kriegshafen hat sich während des Ukrainekrieges zum logistischen Zentrum der westlichen Militärhilfe für die Ukraine entwickelt und sollte die Hoffnung auf einen westlichen Sieg über Russland aufrechterhalten. Die russische Armee hat den Hafen deshalb lahmgelegt. Was im Krieg nicht zu gewinnen war, hofft die EU nun über eine schlichte Mitgliedschaft der Republik Moldau zu lösen.
Adolf Hitler lässt grüßen
Dass sich die EU mit der Mitgliedschaft der Republik Moldau den Krieg ins Haus holt, interessiert die Kriegsfurien um Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Ursula von der Leyen nicht. Ihre Auftraggeber wollen immer noch den russischen Gegner ausschalten, koste es, was es wolle. Schon der Versuch kostet Abertausende von Menschenleben. Am Ende wird es die Kriegsfurien den Kopf kosten.
Kriege gegen Russland sind nicht zu gewinnen. Adolf Hitler lässt grüßen.
Der Beitrag wurde zuerst am 14. Juni 2026 auf der Website www.rationalgalerie.de veröffentlicht.
Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine Erfahrungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern begründen seine Medienkritik. Er ist Betreiber der Internetseite Rationalgalerie.
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