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Flughafen München: Boeing rast beim Start über Bahnende hinaus

Am Samstag ist eine Boeing 787-9 der Vietnam Airlines am Flughafen München nur knapp einer Katastrophe entgangen. Das Flugzeug, das nach Hanoi fliegen sollte, raste während des Startlaufs über das Ende der Startbahn hinaus, geriet auf das angrenzende Grün und hob erst dann ab.

Dabei wurden Teile der Pistenbeleuchtung am Boden beschädigt und eine große Staubwolke aufgewirbelt, bevor die Maschine schließlich an Höhe gewann.

Der Dreamliner musste rund zwei Stunden über dem Münchner Umland kreisen, um Treibstoff abzulassen. Da er für die vorgesehene Langstrecke Kerosin an Bord hatte, war er für eine sofortige Landung zu schwer. Nach mehreren tiefen Überflügen zur Sichtkontrolle des Fahrwerks konnte das Flugzeug schließlich wieder sicher in München landen. Dabei platzten mehrere Reifen und die Maschine konnte nicht mehr aus eigener Kraft von der Landebahn rollen.

Alle 271 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ermittelt nun die genauen Ursachen, darunter mögliche Fehler bei der Flugleistungs- und Gewichtsberechnung.

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