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Unwetter in Istanbul: Tote nach stärkstem Regenfall seit 84 Jahren

Behörden im türkischen Istanbul melden die stärksten Niederschläge seit 1942. Mindestens zwei Menschen seien bisher ums Leben gekommen. Zudem sei es zu großflächigen Überschwemmungen gekommen, berichten zahlreiche Medien. Tausende Menschen mussten notevakuiert werden.

Die größte Stadt der Türkei, Istanbul, verzeichnet den stärksten Regen seit 84 Jahren. Nach Angaben des Gouverneurs der Metropole, Davut Gül, gingen innerhalb von 24 Stunden 261 Liter Regen nieder, was seit dem Jahr 1942 ein absoluter Rekord sei.

Wie die Daily Sabah berichtet, begann der Starkregen am Mittwoch und hält heute am Donnerstag noch an. An den Schulen sei der Präsenzunterricht bis einschließlich Freitag ausgesetzt worden, heißt es. Einem Teil der Staatsbediensteten sei gestattet worden, nicht zur Arbeit zu erscheinen.

Die Einwohner würden angewiesen, nach Möglichkeit das Haus nicht zu verlassen, keine Autos oder Motorräder zu benutzen und sich nicht im Erdgeschoss aufzuhalten. Medienberichten zufolge seien sämtliche Flüge am Flughafen Istanbul gestrichen worden.

Nach Angaben lokaler Medien sei ein 14-jähriger Jugendlicher ums Leben gekommen, als er in eine Pfütze getreten sei und einen tödlichen Stromschlag erlitten habe. Ein Erwachsener rutschte auf der Straße aus, stürzte und zog sich dabei eine tödliche Kopfverletzung zu. Drei weitere Menschen sollen mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden sein.

Polizisten und Einsatzkräfte würden die Menschen, die in Gebäuden feststeckten, mithilfe von Booten retten. Einige historische Gebäude, darunter auch Moscheen, seien überflutet worden. In manchen Stadtteilen Istanbuls sei das Wasser bis über die Hüfte gestiegen, berichtet die Zeitung Hürriyet.

Insgesamt sollen mindestens 2.722 Menschen teils mit Booten, teils mit anderen Verkehrsmitteln evakuiert worden sein. An der Beseitigung der Folgen des Unwetters hätten 8.597 Angehörige der Rettungsdienste sowie 38.000 Hilfskräfte teilgenommen.

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