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USA, Japan und Südkorea planen gemeinsames Militärmanöver

Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump den Umfang der gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea deutlich reduziert. Nun kündigen die USA, Japan und Südkorea für den 7. bis 11. September dennoch ein gemeinsames Manöver "Freedom Edge" an.
USA, Japan und Südkorea planen gemeinsames Militärmanöver© Urheberrechtlich geschützt

Die USA, Japan und Südkorea werden vom 7. bis 11. September das gemeinsame Militärmanöver "Freedom Edge" durchführen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Vereinten Generalstab in Seoul.

Die Übung soll in internationalen Gewässern südlich und östlich der südkoreanischen Insel Jeju stattfinden. Ziel sei es, die Einsatzbereitschaft der drei Länder gegenüber nordkoreanischen Raketen- und Nuklearbedrohungen zu überprüfen. Das südkoreanische Militär bezeichnet das Manöver als defensiv.

An der Übung sollen multinationale See- und Luftstreitkräfte beteiligt sein. Die Streitkräfte wollen unter anderem eine verstärkte Luftverteidigung sowie Abfangoperationen gegen Seeziele trainieren.

Die diesjährige Übung solle die trilaterale Interoperabilität weiter ausbauen und dabei verstärkten Echtzeit-Datenaustausch sowie eine synchronisierte Koordination der drei Länder zur Abwehr sich wandelnder regionaler Bedrohungen umfassen, teilte das US-Pazifikkommando laut Yonhap in einer von den US-Streitkräften in Japan veröffentlichten Erklärung mit. Darin heißt es:

"Der wachsende Umfang dieser Übungen und die fortgesetzte Zusammenarbeit aller drei Länder zeigen unsere gemeinsame Stärke, ein hohes Maß an operativer Interoperabilität und unser unerschütterliches Engagement für die Verteidigung unserer Staaten und die Sicherheit einer freien und offenen indopazifischen Region."

Das Manöver findet statt, nachdem die USA den Umfang ihrer gemeinsamen Übungen "Ulchi Freedom Shield" mit Südkorea reduziert und ein für den Folgemonat geplantes gemeinsames Marineinfanterie-Manöver beider Länder abgesagt hatten. Diesen Schritt begründete der US-amerikanische Präsident Donald Trump damit, dass er zum Machthaber der DVRK Kim Jong-un "sehr gute Beziehungen" habe und die aktuellen, "vor langer Zeit" vereinbarten Übungen ein "völlig unangemessenes feindseliges Signal" sendeten.

"Freedom Edge" ist eine dreiseitige Übung der USA, Südkoreas und Japans, die in der Luft, zur See und im Cyberraum stattfindet. Im Rahmen des Manövers üben die Länder unter anderem die Abwehr ballistischer Raketen.

Die DVRK habe die dreiseitige Übung in der Vergangenheit wiederholt als "rücksichtslose Machtdemonstration" kritisiert, die die konfrontative Haltung seiner Gegner gegenüber dem Land zeige, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Pjöngjang habe zudem erklärt, das Manöver ziele darauf ab, China einzukreisen und Druck auf Russland auszuüben.

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