Liveticker Ukraine-Krieg: Lager für Neptun-Raketensysteme im Gebiet Odessa getroffen

2.11.2026 10:17 Uhr
10:17 Uhr
FSB vereitelt von Kiew geplante Terroranschläge unter Einsatz von FPV‑Drohnenbrillen

Standbild aus VideomaterialFSB Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat eine Reihe von Sabotage- und Terrorakten verhindert, die von ukrainischen Geheimdiensten geplant wurden. Dabei sollten selbst gebaute Sprengvorrichtungen zum Einsatz kommen, die in FPV-Videobrillen für Drohnen eingebaut worden seien. Dies teilt der Pressedienst der russischen Behörde mit.
Eine Charge derartiger FPV-Brillen sei von anonymen Wohltätern unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe bereitgestellt worden. Wie es heißt, habe sich ein russischer Militärangehöriger im Gebiet Wolgograd an den FSB gewandt, um zwei dieser FPV-Brillen überprüfen zu lassen, die er als humanitäre Hilfe erhalten hatte. Russische Sprengstoffexperten hätten festgestellt, dass die ukrainischen Geheimdienste anstelle der vorgesehenen Kühllüfter selbst gebaute Sprengvorrichtungen in die FPV-Brillen eingebaut hatten.
Die Sicherheitsbehörden hätten eine weitere Charge derartige Sprengvorrichtungen, die als FPV-Brillen getarnt worden seien, in verschiedenen russischen Regionen sichergestellt. Wie es heißt, habe der Gegner die Brillen über die Russische Post versandt.
Diese Lieferung sollte dann an russische Drohnenpiloten in der Zone der militärischen Sonderoperation gelangen. Die Sprengvorrichtungen sollten beim Einschalten der FPV-Brillen detonieren.
09:35 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden ein Toter und ein Verletzter
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, ist ein Mann infolge ukrainischer Angriffe getötet worden. Ein weiterer habe Verletzungen erlitten.
Insgesamt seien 15 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet sechsmal mit Artillerie beschossen. Zudem habe der Gegner zweimal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 77 Drohnen abgeschossen worden, fügt Schuwajew hinzu.
08:59 Uhr
Experte: Kiew verliert binnen einer Woche mehr als 8.000 Kämpfer
Im Laufe der Woche hätten sich die Verluste der ukrainischen Armee auf mehr als 8.000 Personen belaufen. Dies berichtet der Militärexperte Andrei Marotschko unter Berufung auf die Daten des russischen Verteidigungsministeriums.
"Die medizinischen und unersetzlichen Verluste des Gegners in der vergangenen Woche beliefen sich auf etwa 8.310 ukrainische Kämpfer und Söldner. Die Einheiten des Truppenverbands Mitte, der in der Volksrepublik Donezk und im Gebiet Dnjepropetrowsk operiert, haben dem Gegner den größten Schaden an Personal zugefügt."
Marotschko präzisiert, dass das russische Militär in den vergangenen sieben Tagen etwa 6.900 ukrainische Drohnen, elf Seeschiffe, fast 700 verschiedene Kampffahrzeuge, 29 Feldartilleriegeschütze sowie 52 Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr zerstört habe.
08:23 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 200 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Montag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 212 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Brjansk, Belgorod, Kursk, Kaluga, Tula, Woronesch, Pskow, Orjol, Lipezk, Saratow, Samara, Rjasan, Tambow, Rostow, den Regionen Moskau und Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über den Gewässern des Schwarzen und des Asowschen Meeres zerstört.
07:44 Uhr
Lager für Neptun-Raketensysteme im Gebiet Odessa getroffen

Symbolbild: Ein ukrainischer Feuerwehrmann löscht einen Brand in einem von russsischen Streitkräften getroffenen Lager im Gebiet OdessaStaatlicher Dienst der Ukraine für Notfallsituationen/Anadolu via Getty Images In der vergangenen Nacht habe die russische Armee ihre Angriffe mittels Drohnen gegen Hafeninfrastrukturobjekte, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden, sowie gegen Seeschiffe, die für den Transport von Militärgütern eingesetzt werden, fortgesetzt. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen mit.
Infolge der Angriffe sei ein Versteck und Lager für Startvorrichtungen der Anti-Schiffs-Raketensysteme vom Typ Neptun in der Nähe der Ortschaft Tusly im Gebiet Odessa getroffen worden.
Zudem habe das russische Militär ein Frachtschiff 58 Kilometer südlich von Odessa getroffen, das für die ukrainischen Truppen bestimmte Güter transportierte.
07:06 Uhr
Melania Trump: Humanitäre Mission in Aljoschki war erfolgreich
Die First Lady der USA, Melania Trump, erklärte, sie betrachte die humanitäre Mission in der Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson als erfolgreich. Sie drückte Russland sowie der Ukraine ihre Anerkennung für die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Waffenruhe aus. Auf X schrieb sie:
"Der Waffenstillstand ist beendet. Die Mission war ein Erfolg: Sie ermöglichte die Lieferung lebenswichtiger Hilfsgüter in die Region sowie die Evakuierung von fast 800 Menschen. […] Ich hoffe, dass Aljoschki als Grundlage für einen dauerhaften Frieden zwischen beiden Nationen dienen wird. Der Waffenstillstand begann am 27. Oktober 2026 und endete, wie geplant, am 1. November 2026."
1.11.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:57 Uhr
Rumänische Bergwacht rettet drei Ukrainer
Mitarbeiter des rumänischen Bergrettungsdienstes haben im Kreis Maramureș im Norden des Landes drei ukrainische Staatsbürger gerettet, die seit einer Woche in den Bergen umherirrten. Eine Sprecherin der Behörde erklärte:
"Die Ukrainer wurden in einem Schafstall in einer Höhe von 1.700 Metern gefunden, wo sie versuchten, sich an einem Feuer zu wärmen. Nach eigenen Angaben gingen sie sieben Tage lang durch die Berge. Sie waren bis zum Äußersten erschöpft und unterkühlt, weil sie Stadtkleidung und -schuhe trugen."
Die Bergretter übergaben die Männer an die Grenzbehörden im Ort Valea Vișeului, so die Meldung weiter.
Ukrainischen Männern ist es wegen der Mobilmachung verboten, das Land zu verlassen. Um sich der zunehmend gewaltsamen Rekrutierung zu entziehen, versuchen sie regelmäßig, illegal über die Grenze nach Rumänien zu gelangen, wobei einige ums Leben kommen.
19:09 Uhr
Selenskij bereit, Putin in der Türkei zu treffen
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat die Bereitschaft geäußert, den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Türkei zu treffen. In einem Interview mit CNN Türk sagte er, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan einen entsprechenden Vorschlag an Putin übermitteln könnte:
"Ich weiß, dass Präsident Erdoğan Kontakt zu Putin unterhält. Deswegen unterstützen wir ein Treffen in der Türkei."
Ankara sei ein pragmatischer und realistischer Vermittler, der in dem Konflikt nicht Partei für eine der Seiten ergreifen würde, so Selenskij weiter. Zuvor hatte der ukrainische Staatschef arabische Länder oder die USA als einen möglichen Treffpunkt angegeben.
Wladimir Putin hatte seinerseits zuvor im September gesagt, dass Selenskij für Verhandlungen nach Moskau kommen könnte. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte dazu, dass Selenskij in diesem Fall Sicherheitsgarantien erhalten würde.
17:54 Uhr
Medien: Selenskijs Kindheitsfreund nach Anruf "von oben" von Musterung freigelassen
Denis Manschossow, ein Kindheitsfreund des ukrainischen Staatschefs Wladimir Selenskij, soll auf Anweisung eines hochrangigen ukrainischen Beamten aus der Musterungsbehörde freigelassen worden sein, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Odesski Nabljudatel. In der entsprechenden Meldung heißt es, dass Manschossow am 28. Oktober an eine Musterungsstelle in Kiew eingeliefert worden sei, während sein Name in den Unterlagen der Behörde am folgenden Tag nicht mehr auftauche. Die Freilassung sei von einem hochrangigen ukrainischen Beamten bei einem Anruf an die Musterungsbehörde angeordnet worden.
Wie Odesski Nabljudatel berichtet, sei Manschossow ein Klassenkamerad von Selenskij. Im Jahr 1997 haben sie gemeinsam das Rundfunkunternehmen Kwartal 95 mitbegründet. Manschossow verließ den Konzern im Jahr 2013.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

