Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew errichtet Verteidigungsanlagen im Norden des Landes

5.10.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
343 ukrainische Drohnen binnen zwölf Stunden abgefangen
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Flugabwehr binnen zwölf Stunden 343 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört. Die Drohnen wurden demnach zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Moskau und Tula, den Regionen Krasnodar und Stawropol sowie der Teilrepublik Krim vom Himmel geholt.
21:44 Uhr
Trump macht Ukraine für steigende Benzinpreise in den USA verantwortlich
Die Angriffe der Ukraine auf russische Ölraffinerien treiben laut US-Präsident Donald Trump die Benzinpreise in den USA in die Höhe. Das schrieb Trump im sozialen Netzwerk Truth Social:
"Der Grund für den Anstieg der Benzinpreise ist nicht mehr die Straße von Hormus, da von dort fast täglich Rekordmengen an Öl abtransportiert werden. Es sind vielmehr die Raffinerien: Russische Anlagen werden von der Ukraine angegriffen. Unsere hingegen werden in 'blauen' Staaten wie Kalifornien von den Demokraten geschlossen."
US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor eingeräumt, dass in den USA Dieselkraftstoff weiterhin knapp ist. Seiner Darstellung zufolge ist der Mangel unter anderem auf den Wegfall russischer Diesel-Exporte sowie auf Lieferengpässe aus dem Nahen Osten und China zurückzuführen.
21:21 Uhr
Türkei liefert Ukraine Korkut-Flugabwehrsysteme
In diesem Jahr hat die Türkei der Ukraine Flugabwehrsysteme des Typs Korkut zur Abwehr von Drohnen geliefert. Dies berichtet das Portal Middle East Eye (MEE) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. In dem Bericht heißt es:
"Die Türkei hat der Ukraine Flugabwehrsysteme gegen Drohnen geliefert und Kiew damit die Möglichkeit gegeben, neue Systeme zu testen und seine Fähigkeiten zu verbessern."
Demnach importierte die Ukraine eine kleine Anzahl dieser Systeme. Wie viele Korkut-Einheiten genau geliefert wurden und wie viele davon bereits im Einsatz sind, ist nicht bekannt.
Eine Korkut-Batterie besteht laut MEE aus drei Flugabwehrkanonen und einem Führungsfahrzeug. Das System ist mit automatischen Kanonen ausgerüstet und kann unter anderem Drohnen und Marschflugkörper bekämpfen. Bereits 2021 hatte der türkische Rüstungskonzern Aselsan Kiew den Kauf des Systems angeboten.
21:11 Uhr
Ukraine errichtet Verteidigungsanlagen im Norden des Gebiets Kiew
Im Norden des Gebiets Kiew haben ukrainische Soldaten mit dem Bau umfangreicher Verteidigungsanlagen begonnen. Dies berichtet der Telegram-Kanal Insider UA. In dem Beitrag heißt es:
"Im Gebiet Kiew werden nahe Tschernobyl umfangreiche Verteidigungslinien für den Fall einer neuen russischen Offensive aus dem Norden vorbereitet."
An einigen Abschnitten sollen bis zu 35 Reihen Stacheldraht errichtet werden. Der Kommandeur der ukrainischen Nationalgarde, Alexander Piwnenko, hatte zuvor erklärt, Russland könne eine Offensive an der Nordgrenze der Ukraine starten, um eine bis zu zehn Kilometer tiefe Pufferzone zu schaffen. Diese Einschätzung wird auch von der ukrainischen Militärführung geteilt.
21:01 Uhr
Klaus Ernst: Merz zieht Deutschland in einen Krieg mit Russland
Der deutsche Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete Klaus Ernst hat den unangekündigten Kiew-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Er schrieb im sozialen Netzwerk X:
"An Heuchelei ist das kaum noch zu überbieten! Wieder ne Milliarde, die ihm nicht gehört für das Sterben, während er Deutschland ruiniert und uns immer mehr in einen Krieg hineinzieht. Die Regierung ruiniert die Rentner, kürzt bei der Pflege, schleift das Gesundheitswesen und die Menschen sollen länger arbeiten. Wen wundert da der Niedergang von SPD und CDU? Auch wenn sie keine alternative ist, der beste Wahlkämpfer für die AfD ist Merz!"
Da kann man Frau Havryshko - wer es nicht weiß eine Ukrainerin - nur zustimmen! An Heuchelei ist das kaum noch zu überbieten! Wieder ne Milliarde, die ihm nicht gehört für das Sterben, während er Deutschland ruiniert und uns immer mehr in einen Krieg hineinzieht. Die Regierung ruiniert die Rentner, kürzt bei der Pflege, schleift das Gesundheitswesen und die Menschen sollen länger arbeiten. Wen wundert da der Niedergang von SPD und CDU? Auch wenn sie keine alternative ist, der beste Wahlkämpfer für die AfD ist Merz!
— Klaus Ernst (@ernst_klaus) October 5, 202620:52 Uhr
Polen will seine Diplomaten in Kiew nicht evakuieren
Trotz Warnungen sollen polnische Diplomaten weiterhin in Kiew und anderen polnischen Vertretungen in der Ukraine arbeiten. Dies erklärte ein Sprecher des polnischen Außenministeriums gegenüber RIA Nowosti:
"Wir haben nicht die Absicht, sie zu evakuieren."
Zuvor hatte das russische Außenministerium gewarnt, dass ausländische Staatsbürger und Diplomaten, die Kiew nicht verlassen haben, ihr Leben bewusst einer tödlichen Gefahr aussetzen.
20:34 Uhr
Söder: Ukrainische Männer sollen an die Front statt hier ins Bürgergeld

Am Sonntag hat der CSU-Chef Markus Söder im bayerischen Mödlareuth seinen Ton gegenüber ukrainischen Männern, die in Deutschland Sozialleistungen beziehen, deutlich verschärft. Söder stellte klar:
"Junge ukrainische Männer können nicht Bezieher von Bürgergeld bleiben, wenn sie auf der anderen Seite die Chance hätten, ihr eigenes Land daheim zu verteidigen."
Der bayerische Regierungschef veröffentlichte am Montag diesen Ausschnitt auch auf seinem X-Konto, woraufhin die Kritik nicht lange auf sich warten ließ. Ein Nutzer schrieb:
"Um das richtig zu verstehen: Ihr helft aktiv, diesen Krieg zu verlängern, und wollt die jungen Männer dann zurückschicken, damit sie als Drohnenfutter verheizt werden – und das dann demnächst auch mit unseren Leuten machen?""Also schieben wir jetzt doch in Kriegsgebiete ab?", fragte ein anderer Nutzer und spielte damit auf die deutsche Debatte über die Abschiebung von Syrern an, die nun in ihr Land zurückkehren können, da dort eine dem Westen genehme Regierung platziert wurde.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:22 Uhr
Russland greift Frachter mit Versorgungsgütern für ukrainische Truppen an
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums den Hafen Juschny im Gebiet Odessa mit Drohnen angegriffen. Dabei wurde ein Frachter getroffen. Das Ministerium teilte mit:
"Heute haben die russischen Streitkräfte ihre Angriffe mit unbemannten Luftfahrzeugen auf die Hafeninfrastruktur der Ukraine und auf Schiffe, die an der Lieferung von Militärgütern in die Ukraine beteiligt sind, fortgesetzt. Dabei wurde im Hafen Juschny ein Frachtschiff getroffen, das Güter für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte transportierte."
20:02 Uhr
DVR: Frau in Gorlowka verletzt
In Gorlowka ist im Zentral-Stadtbezirk eine Zivilistin durch einen Drohnenangriff der Ukraine verletzt worden. Dies teilte Bürgermeister Iwan Prichodko mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
