
Deutschland am Wochenende: Erneut bundesweite Vorfälle mit Messer- und Machetenattacken

Die Jahresstatistik zum Realproblem in Deutschland, den wöchentlichen Vorfällen zu Toten und Verletzten durch Hieb- und Stichwaffen, erfuhr auch in der Vorwoche neue Zahlen. So wurden nach einer Auseinandersetzung am Rande einer Veranstaltung in Essen drei Männer durch Messerstiche schwer verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt nach einem "Körperverletzungsdelikt" in Oberkassel am Samstagabend. Vor dem Wochenende kam es in Berlin-Mariendorf zu einem Angriff mit einer Machete.
In der Nacht zum 2. Juli kam es in Calden (Landkreis Kassel, Hessen) zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, die zum Tode eines 27-Jährigen durch Stichverletzungen führte. Ein 21-jähriger Tatverdächtiger wurde am Folgetag festgenommen. Nach bisherigem Ermittlungsstand hätten sich die beiden Männer, "die miteinander bekannt seien", gemeinsam mit weiteren Personen am Tatort getroffen, "um einen bestehenden Streit zu klären", so Angaben der Ermittler.

Nach Zeugenangaben habe sich dabei eine körperliche Auseinandersetzung entwickelt, "bei der Messer eingesetzt worden seien und mit einer Schreckschusswaffe geschossen worden sei". Das Opfer starb noch am Tatort an den Stichverletzungen.
Am frühen Freitagabend kam es dann im Berliner Volkspark Mariendorf "zu einem Angriff mit einer Machete". Ausgangspunkt war laut Polizeiangaben die Auseinandersetzung "zweier Personengruppen", wobei zwei 17-Jährige Schnittwunden erlitten. Aus der Gruppe "der Unbekannten heraus" habe ein Tatbeteiligter eine Machete gezogen und die beiden damit angegriffen.
Nach einer Auseinandersetzung vor einer Eventlocation in Essen-Rüttenscheid (Nordrhein-Westfalen) wurden in der Nacht zum 5. Juli "drei Männer durch Messerstiche schwer verletzt". Ein 56-jähriger Sicherheitsmitarbeiter brach am Tatort zusammen und verstarb, dies jedoch laut den Ermittlungen nicht in Verbindung mit den Ereignissen. Drei Männer im Alter zwischen 40 und 48 Jahren erlitten schwerwiegende Stichverletzungen. Ein 46-Jähriger, der die drei Männer mutmaßlich mit einem Messer schwer verletzt haben soll, sei festgenommen worden.
Bei der Party handelte es sich nach WDR-Informationen um eine "Estarabim-Party", eine Partyreihe mit türkischer Popmusik aus den 70er Jahren. Zur Tatzeit waren rund 150 Personen anwesend. Der CDU-Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, erklärte auf Facebook: "Gewalt hat in unserer Stadt keinen Platz".
Die NRW-Kriminalpolizei ermittelt laut Meldung vom 4. Juli nach "einem Körperverletzungsdelikt" in Oberkassel am Samstagabend. Bei der eskalierenden Auseinandersetzung "auf offener Straße" wurden ein Mann und eine Frau schwer verletzt. Zum ermittelten Tatverlauf heißt es:
"Nach den bisherigen Ermittlungen traf eine 19-Jährige mit ihrem 30 Jahre alten Freund in der Innenstadt auf ihren Ex-Partner. Dieser folgte dem Paar zusammen mit weiteren Begleitern in einem Auto bis zur Luegallee. Hier entbrannte auf offener Straße eine körperliche Auseinandersetzung, die schließlich darin gipfelte, dass der 30-Jährige unter anderem durch mehrere Messerstiche von einem bislang nicht identifizierten Tatverdächtigen aus der Verfolgergruppe verletzt wurde."
Die Frau versuchte dann, das Fluchtauto aufzuhalten, wobei sie "auf die Motorhaube aufgeladen, mehrere Meter von dem Auto mitgenommen und dabei schwer verletzt wurde". Ein Zeuge wurde ebenfalls von dem Wagen touchiert. Im Rahmen der anschließenden Fahndung wurde der Flucht-Pkw in einer Nebenstraße verlassen aufgefunden. Nach dem Messertäter wird weiterhin gefahndet.
Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis sucht seit Samstag Zeugen nach einer "Auseinandersetzung mit Messer". Nach bisherigen Erkenntnissen geriet ein 18-Jähriger "zunächst verbal mit einem bislang unbekannten Tatverdächtigen in Streit", wobei im weiteren Verlauf der Tatverdächtige "ein Messer zog und den Arnsberger verletzte“.
Vor einem Supermarkt in Erfurt verletzte ein Mann am Samstag "zwei andere mit einem Messer, einen von ihnen schwer". Hier waren drei Männer zur Mittagszeit "aus ungeklärter Ursache in einen Streit geraten".
Am Sonntag gerieten gegen Mitternacht "zwei 18-Jährige, eine 16-Jährige und ein 20-Jähriger" in Streitigkeiten, wobei die 16-Jährige ein Messer in der Hand geführt habe. Die 18-Jährige erlitt laut Meldung "eine leichte Schnittwunde und auch die 16-Jährige wurde leicht verletzt".
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