Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn – BKA und "Focus" schizophren: Fotos sind Krieg, Pipeline-Sprengungen nicht

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn – BKA und "Focus" schizophren: Fotos sind Krieg, Pipeline-Sprengungen nichtQuelle: www.globallookpress.com © Armin Weigel/dpa

 

  • 19.04.2024 21:32 Uhr

    21:32 Uhr

    Fotos sind Krieg, Pipeline-Sprengungen nicht

    Der Focus zitiert einen anonymen "hohen Beamten des Bundeskriminalamts", der deutlich belegt, wie verrutscht die Maßstäbe im BKA zu sein scheinen. Zu den beiden Deutschrussen, die verhaftet wurden und angeblich unter anderem in Grafenwöhr Fotos gemacht haben sollen, sagt er: "Das ist für uns ein kriegerischer Akt. Dies ist ohne Frage ein Quantensprung in der Spionage." Nein, dieser Herr hat vermutlich weder von Kim Philby noch von Günter Guillaume je gehört. "Das Auskundschaften von Orten und Einrichtungen, die womöglich bombardiert werden, sprengt die bisherigen Dimensionen."

    Zu Zeiten des Kalten Krieges war das das Brot- und Buttergewerbe der kleinen Fische. Die beiden deutschen Staaten hätten sich stetig im Kriegszustand befunden, wäre das je als "kriegerischer Akt" gewertet worden. Und seit es Satelliten gibt, ist die Bedeutung dieser Tätigkeit ohnehin gewaltig gesunken.

    Wenn aber selbst das Fotografieren schon ein "Quantensprung" ist, wie müsste dann besagter "hoher Beamte des BKA" die Sprengung von Nord Stream bewerten? Und sollte er, wenn er gezwungenermaßen feststellen müsste, dass das Sprengen einer Pipeline noch eine ganz andere Art von "Quantensprung" ist als ein paar Fotos von Grafenwöhr, feststellen, dass Deutschland mit den Vereinigten Staaten als Kriegsgegner schon ausreichend bedient ist?

  • 17:58 Uhr

    Verarschung auf ganzer Ziel-Linie: Junge gewinnt 200-Meter-Lauf der Mädchen

    Einmal die Konkurrenz in einem Rennen weit abgeschlagen hinter sich lassen: Dieser Traum eines jeden Leichtathleten wurde für Aayden Gallagher wahr. Der Schüler der McDaniel High School in Oregon gewann den 200-Meter-Lauf und erreichte mit einem satten 6-Sekunden-Vorsprung die Ziellinie. Mit diesem Rekord stach er die Konkurrenz deutlich aus – oder besser gesagt: die Konkurrentinnen.

    Denn Gallagher trat im 200-Meter-Lauf der Mädchen an. Möglich machen das die derzeitigen Richtlinien der Oregon School Activities Association. Laut diesen wird ein "Transgender"-Schüler, sobald er seine Schule über seine Geschlechtsidentität informiert hat, "konsequent als dieses Geschlecht behandelt, wenn es um die Eignung für Leichtathletik und Aktivitäten geht. Vorausgesetzt,  der Schüler macht während der gleichen Saison nicht in einem Team des anderen Geschlechts mit, wenn er ein Probetraining absolviert oder an einer Aktivität teilgenommen hat."

    Das Video von Gallaghers einsamen Zieleinlauf hat nun die Debatte in den USA um die Frage der Geschlechtergerechtigkeit erneut befeuert. Denn es liegt auf der Hand, dass Angehörige des weiblichen Geschlechts bei dieser Regelung das Nachsehen haben. Denn nicht ohne Grund sind Wettbewerbe, bei denen es auf Schnell- bzw. Maximalkraft ankommt, traditionell nach Geschlechtern getrennt – denn Frauen produzieren weniger Testosteron, das für Muskelwachstum sorgt.  

    Doch dieser biologischen Realität haben Transgender-Aktivisten den Kampf angesagt. Und das mitunter mit Erfolg, wie der Vorfall an der US-Highschool zeigt – zum Nachteil des weiblichen Geschlechts:  

    "Diesen Highschool-Mädchen wurde gerade ihr Traum gestohlen, weil die Schule die Wahnvorstellungen eines Jungen unterstützt, der vorgibt, ein Mädchen zu sein. Er ist ein Betrüger", heißt es in einem Post des populären X-Accounts Libs of TikTok.

    Ähnlich äußerte sich dazu die Marathon-Läuferin Carilyn Johnson, die mehrfach an Weltmeisterschaften teilnahm:

    "Irgendwann müssen wir alle bereit sein, dies als das zu sehen, was es ist. Bitte hören Sie auf, so zu tun, als sei dies etwas anderes, als jungen Sportlerinnen zu sagen, dass sie nicht zählen."

    Die Mutter einer bei dem Rennen unterlegenen Schülerin bezeichnete das Ganze als "Wahnsinn".  "Wie kann irgendjemand denken, dass das fair ist?", fragte sie und fuhr fort, dass Gallagher aufgrund seines Spitzenergebnisses wahrscheinlich am Landeswettbewerb teilnehmen könne, wo er "Rekorde brechen und als Held bezeichnet werden wird – weil er ein Junge ist, der gegen Mädchen antritt und gewinnt."

    Gallagher selbst kündigte gegenüber der Schülerzeitung an, sich einer Hormonersatztherapie unterziehen zu wollen, denn "im Moment werde ich einfach immer männlicher – mehr Gesichtsbehaarung und so weiter. Und das will ich nicht."

  • 11:24 Uhr

    Pinkel-Protest: Geht es gegen Putin, ist dem Mainstream nichts zu primitiv

    Lange Zeit war es still um das russische Künstlerinnen-Kollektiv "Pussy Riot", das in der Vergangenheit immer wieder durch geschmacklose Aktionen von sich reden machte. Für die neueste Protest-Performance unter dem Motto "Kein Putin, kein Krieg" musste nun die Pinakothek der Moderne in München als Bühne herhalten. 

    So berichtet etwa ntv: "In München versammeln sich viele Menschen in einem Kunstmuseum anlässlich des Besuches der Aktivistinnen – und werden nicht enttäuscht." Zumindest nicht diejenigen, die schon immer mal einer Frau beim öffentlichen Urinieren zusehen wollten. "Eine der Frauen lüftete ihren Rock und urinierte auf ein Bild Putins. Eine Aktion, die es in der Pinakothek bislang nicht gegeben haben dürfte", frohlockt ntv

    Auch t-online zeigt sich begeistert: "Das gab es noch nie in der ehrwürdigen Münchner Pinakothek: ein lauter Protest gegen den russischen Präsidenten – mit einem expliziten Moment."

    Der Aktionskünstler Wolfgang Flatz hatte die Gruppe nach München eingeladen. Flatz hatte in der Vergangenheit mit gesellschaftskritischen Aktionen wie dem Abwerfen einer toten Kuh aus einem Hubschrauber über Berlin von sich reden gemacht. Er habe laut Medien "großen Respekt" vor dem Mut von Pussy Riot – als bedürfe es besonderen Mutes, in Deutschland öffentlich gegen Putin zu protestieren.

    Internationale "Berühmtheit" erlangte Pussy Riot im Jahr 2012, als einige ihrer Mitglieder mit Strickmasken über dem Gesicht einen Gottesdienst in der Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau stürmten, um dort gegen Putin zu protestieren. Drei Teilnehmerinnen der Aktion wurden anschließend wegen "grober Verletzung der öffentlichen Ordnung" verurteilt – darunter Jekaterina Samuzewitsch und Nadeschda Tolokonnikowa. Beide waren vorher bei "Voina" aktiv, der Vorläuferorganisation von Pussy Riot.

    "Voina" machte Schlagzeilen unter anderem durch Sex in der Öffentlichkeit oder durch ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine der Aktivistinnen in einem Supermarkt ein Huhn aus dem Regal nimmt, um es sich dann in die Vagina zu schieben. 

  • 18.04.2024 15:00 Uhr

    15:00 Uhr

    Strack-Zimmermann droht Demonstranten: "Weiß Ihr Chef, was Sie hier machen?"

    Die FDP-Politikerin und Rüstungslobbyistin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verlor bei einem Wahlkampfauftritt in Ravensburg die Fassung und beschimpfte Demonstranten, nachdem sie ausgebuht worden war. Nun kursiert auf dem Netzwerk X ein Video, dem zu entnehmen ist, dass die klagefreudige Politikerin einen Demonstranten indirekt bedrohte, als dieser nach der Veranstaltung das direkte Gespräch mit ihr suchte.

    Der Mann sagt darin zu Strack-Zimmermann, die durch Polizisten von den Demonstranten abgeschirmt wird und offenbar gerade Autogramme gibt, er wolle "von Demokratie" sprechen. Daraufhin fragt ihn die genervt wirkende Politikerin:

    "Wo arbeiten Sie denn?"

    Der Demonstrant antwortet ruhig, er arbeite im Bereich Maschinenbau und Autozulieferer. Strack-Zimmermann unterbricht den Mann und fragt mehrmals:

    "Weiß ihr Chef, was Sie hier machen?"

    Und dann:

    "Sagen Sie mir doch mal die Firma!"

    Der Anwalt Markus Haintz, der das Video auf X teilte, schrieb weiter, der Mann habe  noch während der Veranstaltung Strafanzeige gegen Strack-Zimmermann erstattet, weil diese ihn persönlich beleidigt habe.

    Die Politikerin hatte die Demonstranten während der Veranstaltung gezielt angesprochen und sie zum Teil beschimpft. Einem von ihnen sagte sie:

    "Sei froh, dass Du nicht in Moskau bist. Du wärst schneller im Knast, als Du gucken könntest. Du wärst schneller in Stuttgart im Knast, als Du gucken könntest, weil Du naiv bist. Weil Du gar nichts mehr auf die Kette bekommst. So ist das in Russland."

    Ob es sich bei dem Angesprochenen um den Demonstranten aus dem Video handelt, ist nicht bekannt.

  • 11:36 Uhr

    "Machi meini ersti Steuererkläri" – Finanzministerium BW wirbt mit Hamstervideos für Steuererklärung

    Das baden-württembergische Finanzministerium hat mit mehreren TikTok-Beiträgen bei den Bürgern für die Abgabe der Steuererklärung geworben. Die Form dieser Beiträge lässt darauf schließen, dass das Ministerium unter dem Grünen Minister Danyal Bayaz die Steuerzahler nicht sonderlich ernst nimmt.

    Ein TikTok-Video aus der vergangenen Woche zeigt einen weinenden Hamster, dem mit fetziger musikalischer Untermalung die Worte "Nix machi Steuererkläri, nix verstehi, nur Angsti" in den Mund (oder die Schnauze) gelegt werden. Im Folgebild sieht man einen zufriedenen Nutzer und erfährt dazu: "Arbeitnehmer kriegen im Schnitt 1.095 Euro Steuererstattung".

    @finanzenbw Laut statistischem Bundesamt bekommen Arbeitnehmer im Schnitt 1.095€ über ihre Steuererklärung zurück. 💰 Ihr habt die Möglichkeit eure Steuererklärung online über Elster abzugeben. Die Website findet ihr hier: https://www.elster.de/eportal/start #steuererklärung#erstattung#arbeitnehmer#hamster#hamsti#waschbär#pedro#finanzenbw#finanzministerium♬ Pedro - Jaxomy & Agatino Romero & Raffaella Carrà

    Anfang dieser Woche legte das Ministerium in einem erneuten Post nach – und warnte dieses Mal gleich noch vor Steuerhinterziehung. Dieses Mal lässt es den auf einem Bett mit Laptop und Schokoriegel abgebildeten Hamster sagen:

    "Machi meini ersti Steuererkläri. Hoffentlich viel Geldi zurückbekommi."

    Im nächsten Bild sieht man das Tier in Strafgefangenenkleidung im Gefängnis, neben ihm der entschlossen wirkende Minister, der übrigens der Ehemann der bekannteren bayerischen Grünen-Chefin, Katharina Schulze, ist. Dabei sagt der Hamster:

    "Upsii, Steuerhinterziehi gemachti, Ärgi vom Finanzministi bekommen. Bitti lassen Sie mi rausi!"

    Die Begeisterung der Nutzer hält sich offenbar in Grenzen. Ein Nutzer kommentierte auf TikTok:

    ""Hoffentlich viel Geldi zurückbekommi". Ganz so, als richte sich diese Werbung an Kleinkinder – und nicht an erwachsene Steuerzahler."

    Ein X-Nutzerin kommentierte:

    "Ob ihr noch ganz dicht seid, hab ich gefragt."

    Das Ministerium hatte seinen Kanal "finanzenbw" auf TikTok erst am 10. April eingerichtet. Minister Bayaz erklärte zu diesem Anlass:

    "Wir können junge Menschen mit unseren Themen besser erreichen, wenn wir zu ihnen kommen. TikTok hat mittlerweile eine erhebliche politische Relevanz, gerade bei Jüngeren. Deshalb müssen wir aktiv die reichweitenstarken Kanäle nutzen und können nicht warten, bis wir gefunden werden."

  • 17.04.2024 16:38 Uhr

    16:38 Uhr

    Propaganda am Limit: "Oma, was war nochmal dieses Deutschland?"

    In einem dystopischen, KI-generierten Propagandavideo, das derzeit in den Medien kursiert, wird indirekt aber mit recht brachialen Mitteln vor den Folgen einer "Machtübernahme" durch die AfD gewarnt. In dem dreieinhalbminütigen Video erklärt eine farbige Großmutter ihrer eher albinohaft anmutenden Enkelin in einem fernen Land, was "dieses Deutschland" war – und wie es durch die "Blauen" zerstört wurde.

    Man sieht verwüstete und vertrocknete Landschaften, vermüllte und leere Städte, verrottete Infrastruktur. Dazu Ausländer, die von schwer bewaffneten Polizisten abgeschoben werden, und alte Leute, die vergebens auf medizinische Behandlung warten – wegen der "Remigration":

    "Es gab ja nichts mehr in Deutschland. Nachdem so viele das Land verlassen mussten, fehlten natürlich genau diese Menschen. Arztpraxen, Schulen, Universitäten wurden bis auf wenige geschlossen. (…) Der Müll nicht abgeholt, Post nicht zugestellt, Felder nicht abgeerntet, Lebensmittel nicht geliefert, Fabriken geschlossen." 

    Die politischen Verhältnisse werden von Oma so beschrieben: 

    "Ja, bis die Blauen an die Macht kamen, war Deutschland eine Demokratie. Dann schafften die Blauen die anderen Parteien ab und die freie Presse. Im Fernsehen nur noch deutsche Filme, das Internet zensiert. Es gab nur noch drei Kanäle und einen Radiosender."

    Nachdem die Großmutter den völligen wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge der "Remigration" beschrieben hat, lassen die Video-Produzenten die Enkelin fragen:

    "Und meinst du, die haben immer noch nicht gemerkt, dass es ihnen geschadet hat, euch alle los zu sein?"

    Omas Antwort:

    "Doch. Aber in so einer Diktatur wie Deutschland ist es sehr schwierig zu sagen, was man wirklich denkt. Man wird da sofort eingesperrt."

    Kurioserweise wirkt das Horrorszenario eher wie eine Fortsetzung der Entwicklungen der vergangenen Jahre – die ganz ohne Blaue und "Remigration" zustande kamen. Auch bei den Themen Zensur und Parteiverbot scheint bei den Machern des Videos Projektion im Spiel zu sein. Dass keine politische Kraft in der heutigen Bundesrepublik die Abschiebung aller Ausländer fordert, ist da nur eine Fußnote.

    Hinter dem Video stehen zahlreiche mehr oder weniger bekannte Künstler und "Medienschaffende". Zu ihnen gehören die Komiker Atze Schröder und Luke Mockridge, der Moderator Micky Beisenherz und die kriegsaffine Politologin Florence Gaub. Die Stimmen der Protagonisten sind die der Schauspielerinnen Nellie und Anna Thalbach.

  • 16.04.2024 15:23 Uhr

    15:23 Uhr

    ARD-Wetter-Eilmeldung "Es ist wieder kälter geworden" war nur "Redaktionsschulung"

    Ist der Ruf erst ruiniert ..., helfen auch keine freundlich formulierten Erklärungen, die alles nur noch schlimmer machen. 

    Am Montag ließ die ARD-Redaktion via App wie auch auf X das Nachrichtenteam der Tagesschau eine sogenannte "Push-Benachrichtigung" als "Eilmeldung" verkünden. Was war nun kurz vor vier in den Redaktionsräumen per Ticker-Meldung als eilmeldungswürdig befunden worden? Die Leser erfuhren:

    Die Eilmeldung wurde mehrheitlich amüsiert kommentiert, dabei auch kritisiert – Stichwort: "Klimapanikmache" –, was die ARD-Redaktion anscheinend dazu bewog, sich zu erklären. Auf dem Tagesschau-Instagram-Kanal war am frühen Abend nun zu lesen:

    "Wir hatten in der Redaktion vom Team bei tagesschau.de eine Schulung. Uns ist im System ein Fehler passiert und dabei ist eine Eilmeldung verschickt worden. Wir bitten um Entschuldigung. PS: Es war kein Praktikant und auch kein:e Volontär."

    Der Volksmund bestätigt daher auch weiterhin: "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Sollte jedoch ein Bürger weiterhin "böse" humorfreie Gedanken hinsichtlich der ARD-"Klimafanatik" hegen, wird vom WDR-geführten Instagram-Portal "Klima.Neutral" überhaupt nicht lustig zum Nachdenken aufgefordert. Der wenig überraschende Vorwurf lautet – "rechtes Gedankengut":

    Auch in diesem Fall hilft der Volksmund aus: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht!"

  • 10:07 Uhr

    Wahlkampf 2024: Grüne-Sachsen wollen "AfD-Probleme" für LGBTQ-Rechte wegschnipsen 

    Das aktuelle Niveau politischer Auseinandersetzungen ist je nach Blickwinkel immer öfters inhaltsleer, nichtssagend und rein auf subjektive, oft lebensfremde Kernthemen fokussiert. Am 1. September wird in Sachsen gewählt. Das Social-Media-Team der lokalen Grünen-Partei produzierte für den 11. April – dem eher unbekannten "Unsichtbarkeitstag 2024" – ein bedingt professionelles Video in Wahlkampfzeiten. Beteiligte Protagonisten sind die Landesvorsitzenden Marie Müser und Christin Furtenbacher.

    Die dramaturgisch beeindruckende Idee und Inhalte des Videos lauten: "Du möchtest nicht nur am Unsichtbarkeitstag dabei helfen, die Probleme unserer Zeit verschwinden zu lassen?". Beide Politikerinnen schnipsen abwechselnd nach folgenden "Problemen" und der abschließenden Kommentierung:

    "Wir lassen Höcke verschwinden (der jedoch in Thüringen AfD-Spitzenkandidat ist) und den Braunkohleabbau, den CO₂-Ausstoß, Umweltverschmutzung – ja, wenn es so einfach wäre. Selbstverständlich würden wir einfach gerne schnipsen und all die Probleme mit Rechtsextremismus, die AfD, Umweltverschmutzung oder den Klimawandel einfach verschwinden lassen."

    Zum Glück für die Bürger in Sachsen gibt es ja die Partei Bündnis 90/Die Grünen. Aktuelle Umfragen sehen sie bei 5,8 Prozent Zustimmung, gegenüber 31,3 Prozent für die AfD. Die sächsischen Grünen würden nun gerne "diese Probleme angehen". 

    Das Ziel laute – "denn wir wollen, dass es das noch in Zukunft gibt" – bei Einblendung von drei Bildern:

    Ein Otter für Naturschutz (?), eine LGBTQ+-Fahne und schneebehangene Bäume für Klimaschutz (?).

    X-User stellten spontan unter anderem fest:

    • "Wenn Debilität, mangelnde Bildung und Naivität auf völliges Unvermögen treffen, auch nur etwas Qualitativ-Hochwertiges zu schaffen, dann entsteht so ein Video."
    • Oh, ich würde auch gerne schnipsen. Da wären die nicht mehr da, die ich nicht ertragen kann.
    • Ich würde auch gerne schnipsen und die Ampel, vor allem die Grünen, wären weg. Mal schauen, wie lange es dauert, bis der Verfassungsschutz bei mir vor der Türe steht."
  • 15.04.2024 09:34 Uhr

    09:34 Uhr

    Grüne enttäuscht: Das Selbstbestimmungsgesetz ist "für Kinder bis 14 nicht perfekt"

    Das Selbstbestimmungsgesetz ist ein politisches Konstrukt, welches federführend durch die Partei Bündnis 90/Die Grünen in der Berliner Tagespolitik eingefordert wurde. Im Bundestag sitzen mit den Grünen-Politikern Markus "Tessa" Ganserer und Nyke Slawik die ersten sogenannten "trans Abgeordneten" im Plenum.

    Das nun beschlossene und gültige Gesetz wird in der Gesellschaft kontrovers wahrgenommen und diskutiert. Kurz dargelegt lauten als kritische Wahrnehmungen drohende Sicherheitsprobleme für Frauen in deklarierten Umkleide- und Frauenräumen sowie die manipulative, schädliche Einflussnahme in der sexuellen Frühentwicklung von Kindern und Jugendlichen.

    Emilia Fester, die stets bestens gelaunte Abgeordnete der Grünen im Bundestag, will diese Warnzeichen nicht erkennen. Ihr geht das Gesetz sogar noch nicht weit genug. In einer gesprochenen, diesmal nicht getanzten Mitteilung an ihre Fans und Follower erklärt sie:

    "Was, Transpersonen bekommen endlich die Rechte, die ihnen zustehen? […] das ist so ein wichtiger Schritt für die queere Community […] das heißt, endlich keine entwürdigenden, psychologischen Gutachten mehr." 

    Fester erläutert Details des Gesetzes, um dann mit gewohnt schauspielerischer Mimik zu beklagen und zu erläutern:

    "Aber natürlich (sic!) ist, wie immer, nicht alles perfekt. Vor allem für junge Menschen, as always (wie üblich). Für 14- bis 17-Jährige gilt: Sie brauchen die Einwilligung ihrer Sorgeberechtigten, im Zweifel (sic!) muss das Familiengericht das lösen. Für alle unter 14-Jährigen gilt: Ohne Erklärung der Sorgeberechtigten geht gar nichts." 

    Ihr Fazit laute daher:

    "Obwohl es noch nicht ganz perfekt ist, ist das ein unfassbar wichtiger Schritt, für alle Nichtbinären, Inter- und Transpersonen und ein wichtiger Schritt zur Befreiung (sic!)."

    Die 26-jährige Fester hat sich laut offiziellem Wikipedia-Eintrag "im September 2022 als zweites Mitglied des Deutschen Bundestages nach Ricarda Lang zu ihrer Bisexualität bekannt".

  • 14.04.2024 14:29 Uhr

    14:29 Uhr

    "Go woke, go broke?" – Jägermeister entdeckt Markus "Tessa" Ganserer

    In den USA ist das Sprichwort als eindeutige Warnung zu verstehen: "Go woke, go broke" bedeutet in der Werbe- und Produktbranche einen "Skandal" in Verbindung mit massiven Umsatzeinbrüchen von etablierten Marken, aufgrund der rein publicityträchtigen Kooperationen mit Personen aus der bunten "LGBTQ+"-Influencerwelt. Klassische Beispiele sind die Marken "Bud Light" und "Target".

    Eher unbeachtet, da schon seit Jahren als "hippes" Lifestyle-Getränk auf dem US-Spirituosenmarkt fest etabliert, startete das Unternehmen Jägermeister der deutschen Unternehmerfamilie Mast im Jahr 2021 in den USA die Videodokumentation: "Lesbisches Bar Projekt" (Lesbian Bar Project). Angedacht als kulturhistorische Betrachtung der lesbischen und "queeren" Bar-Szene in Amerika. 

    (Auffällig) pünktlich am Tag der Verabschiedung des Selbstbestimmungsgesetzes heißt es nun in einer deutschen Pressemitteilung:

    "Als eins der erfolgreichsten im Rahmen von #SavetheNight unterstützten Projekte überquert im April 2024 nun die amerikanische Dokumentarserie Lesbian Bar Project den Atlantik und dokumentiert in der ersten internationalen Folge ihrer preisgekrönten Serie die eindrucksvollen Geschichten der FLINTA (Female, Lesbian, Intersex, Non Binary, Trans, Agender) Communitys im Herzen Deutschlands."

    Als bemühtes und bewusst angefragtes Werbezugpferd einer rein "woken" Kampagne, terminiert und abgestimmt auf die Euphorie in der deutschen "Trans-Szene", entschied sich die Jägermeister-Marketingabteilung für die kontroverseste "Persönlichkeit" einer überschaubaren "Selbstdarstellertruppe": den sich seit dem Jahr 2018 als Frau wahrnehmenden Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus "Tessa" Ganserer:

    Ganserer darf in der rund 60-minütigen Dokumentation seinen "anstrengenden Leidensweg" bis zum gut dotierten Bundestagssitz in Berlin darstellen, dies professionell untermalt und begleitet auf US-Hochglanzfilmniveau.

    Ob diese strategische Entscheidung dabei ähnliche firmenschädigende Dynamiken entwickelt wie in der US-Causa Dylan Mulvaney/ Bud Light, werden die kommenden Wochen belegen. Der "trans"-kritische X-User R. Eder-Kirsch kommentierte:

    "Jägermeister wirbt für sich mit dem Film 'The Lesbian Bar Project: FLINTA', an dem u.a. Markus Ganserer mitgewirkt hat. Wird jetzt einer Jägermeister-Flaschen mit einem Maschinengewehr durchlöchern – analog zu Kid Rock und Bud Light? Oder klappt so etwas nur in den USA"

    Ein anderer X-User erkannte "einen mutigen Schritt" seitens des Unternehmens.

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