Nahost

Eskalierender Streit zwischen Piloten – Flugzeug nach Tel Aviv mit eingeleiteter Kursänderung

Ein Flug von Dubai nach Tel Aviv landete in Saudi-Arabien, nachdem Piloten im Cockpit in Streit gerieten und dadurch eine Entführungswarnung ausgelöst wurde. Israelische Sicherheitsbehörden ließen aus Angst vor einer Entführung begleitende Kampfflugzeuge starten.

Eine Maschine mit Flugroute von Dubai nach Tel Aviv hat über Saudi-Arabien einen Entführungsnotruf abgesetzt. Das Flugzeug der Airline Fly Dubai war laut Medienberichten zwischenzeitlich vom Radar verschwunden. Erste Ermittlungen ergaben nun: Zuvor gab es einen Streit im Cockpit. Laut dem Sender Channel N12 News ein eskalierender Disput zwischen einem Russen und einem Ukrainer.

Das elektronische Signal eines Flugzeugs auf dem Weg nach Tel Aviv ließ dabei laut israelischen Medien "Befürchtungen einer Entführung" aufkommen. Es war jedoch unklar, ob es sich bei der elektronischen Meldung um "ein absichtliches Notsignal" oder um einen Bedienungsfehler handelte, so die Israel Hayom anfänglich berichtend.

Kurze Zeit später lautete dann die Information bereits auf X laut vorliegenden Flugdaten:

"Der Flug FZ1073 von Fly Dubai von Dubai (DXB) nach Tel Aviv (TLV) ist sicher gelandet. Der Notfall wurde behoben."

Die israelische Luftwaffe hatte zwischenzeitlich ihre Alarmstufe erhöht und Kampfflugzeuge für den Fall eines möglichen Notfalls in die Luft geschickt.

Soweit bekannt gewordene Informationen lauten, dass der Flug um 9.30 Uhr Ortszeit in Israel landen sollte, jedoch kurz nach dem Eintritt in den jordanischen Luftraum das Flugzeug dann spontan seinen Kurs in Richtung Saudi-Arabien änderte.

An Bord befanden sich demnach "rund 180 Israelis", so israelische Medien berichtend. Zu weiteren, bis dato ungeklärten Umständen heißt es:

"Der Transponder sendete den Squawk-Code 7700, der einen allgemeinen Notfall signalisiert, gefolgt vom Code 7500, der dazu dient, eine Flugzeugentführung oder eine andere rechtswidrige Einmischung stillschweigend zu melden."

Ein israelischer Sicherheitsbeamter erklärte gegenüber Medien, dass die Behörden nun daran arbeiten würden, sich ein klareres Bild von der Lage an Bord der Maschine machen zu können, dies bezogen auf die eingeleitete Notrufmeldung.

Nach weiteren Informationen nach der Landung und ersten Ermittlungen sind die Behörden demnach mittlerweile davon überzeugt, dass es im Cockpit zu einer Auseinandersetzung zwischen den Piloten gekommen war. Die Jerusalem Post berichtet bestätigend:

"Der Vorfall begann, als die beiden Piloten in einen Streit gerieten."

Der israelische Sender Channel N12 News berichtet dazu:

"Die Fluggesellschaft war von der Auseinandersetzung im Cockpit überrascht. Der Pilot ist russischer Abstammung, der Co-Pilot ukrainischer Herkunft."

In den sozialen Medien kursieren auf X mittlerweile Bilder aus der Maschine, die einen Fluggast mit blutigem T-Shirt zeigen. Die Ursache des Streits ist jedoch weiterhin noch unklar. Verschiedenen Medienberichten zufolge "soll der Pilot versucht haben, sich selbst zu töten".

Ynet-News berichtet dazu:

"Nach einer ersten Einschätzung soll einer der Piloten versucht haben, einen Absturz herbeizuführen, was der andere Pilot jedoch mit Hilfe israelischer Passagiere verhindern konnte."

Die Fluggesellschaft bestätigte lediglich bis dato, dass das Notsignal "durch einen Streit zwischen den zwei Piloten" ausgelöst worden war. Das Flugzeug landete dann sicher auf einem Flughafen in Tabuk, Saudi-Arabien, nachdem es kurzzeitig aus den öffentlich zugänglichen Flugverfolgungsdiensten verschwunden war. 

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