Asien

DVRK-Botschafter bei UNO: Pjöngjang wird Atommachtstatus niemals aufgeben

Seit Ende April findet in New York eine Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. Obwohl die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) ihre Unterschrift unter dem Dokument vor gut zwei Jahrzehnten zurückgezogen hat, ist die Stimme Pjöngjangs in der UNO deutlich hörbar.
DVRK-Botschafter bei UNO: Pjöngjang wird Atommachtstatus niemals aufgebenQuelle: Legion-media.ru © KCNA

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) will ihren Status als Atommacht nicht aufgeben und sieht sich weiterhin an keine Verträge zur Nichtverbreitung von Atomwaffen gebunden. Diesen Standpunkt der Führung in Pjöngjang hat an diesem Mittwoch auch der DVRK-Botschafter bei den Vereinten Nationen bestätigt. Bei einer Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York warf Kim Song den USA und einigen anderen Staaten vor, durch die Thematisierung der DVRK-Atomwaffen die Atmosphäre zu "vergiften". Die Position seines Landes ändere sich nicht "durch rhetorische Behauptungen oder einseitige Wünsche von Außenstehenden", sagte der Diplomat.

"Um es noch einmal klarzustellen: Die DVRK ist nicht an den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen gebunden."

Kim stellte in seiner Rede fest, dass die sogenannte Überprüfungskonferenz nicht mehr ihre ursprüngliche Mission erfülle, da sie wegen des Westens und der "unreinen politischen Absichten" der USA zu einem "Forum der böswilligen Kritik gegen souveräne Staaten" ausgeartet sei. Eben diese Tatsache habe das globale System der Nichtverbreitung von Kernwaffen ausgehöhlt.

Der Ständige Vertreter der DVRK bei der UNO warf den USA vor, selbst gegen den Atomwaffensperrvertrag zu verstoßen. Mit Blick auf die Republik Korea erklärte Kim, dass Washington anderen Regierungen "Abschreckungsmittel" zur Verfügung stelle und Technologien etwa für den Bau von Atom-U-Booten übergebe. Obwohl die DVRK im Jahr 2003 aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgestiegen sei, trage die Führung in Pjöngjang aktiv zur globalen Sicherheit und Stabilität bei, resümierte Kim.

Der Atomwaffensperrvertrag war im Jahr 1970 in Kraft getreten. Er wurde von den fünf Atommächten USA, China, Frankreich, Großbritannien und der damaligen UdSSR ins Leben gerufen. Die DVRK unterzeichnete das Dokument im Jahr 1985. 18 Jahre später zog das asiatische Land aber nach US-Hinweisen auf ein heimliches Programm zur Urananreicherung seine Unterschrift zurück.

Seit dem 27. April findet im UN-Hauptquartier in New York die elfte Überprüfungskonferenz der Vertragsstaaten des Atomwaffensperrvertrags statt. Sie soll am 22. Mai zu Ende gehen. Thema sind auch die zahlreichen aktuellen Kriege und Konflikte in der Welt.

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