Asien

Nicht gut für die Ukraine: USA in Alarmstimmung wegen möglichen Russland-Nordkorea-Militärpakt

Die Medien im Westen haben in den vergangenen Tagen der Militärkooperation zwischen Russland und Nordkorea große Aufmerksamkeit geschenkt: Demnach wäre es eine schlechte Entwicklung für die Ukraine und Europa, sollte Nordkorea Waffen an Russland liefern. Jede Waffe, die Russland aus dem Ausland erhalte, sei ein zusätzliches Problem für die ukrainische Gegenoffensive.
Nicht gut für die Ukraine: USA in Alarmstimmung wegen möglichen Russland-Nordkorea-MilitärpaktQuelle: AFP © Getty Images

Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses drohte, Nordkorea werde "einen Preis" zahlen, wenn es Waffen an Russland für den Ukraine-Krieg verkaufe. Die Verwarnung erfolgte wenige Tage, nachdem Washington behauptet hatte, dass Pjöngjang mit Moskau Gespräche über ein mögliches Waffengeschäft führe. Der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, sagte am Dienstag, die Vereinigten Staaten seien der Ansicht, dass die Verhandlungen zwischen Nordkorea und Russland "aktiv voranschreiten."

"Die Lieferung von Waffen an Russland für den Einsatz auf dem Schlachtfeld [...] wird kein gutes Licht auf Nordkorea werfen, und sie werden in der internationalen Gemeinschaft einen Preis dafür zahlen", drohte Sullivan vor Reportern. Moskau hält sich zu der Meldung über mögliche Waffengeschäfte bislang bedeckt, aber bestätigt, dass Gespräche über gemeinsame Militärübungen zwischen Russland und Nordkorea geführt werden. Im Juli hatte der russische Verteidigungsminister Schoigu Pjöngjang besucht. Es war der erste Besuch eines russischen Ministers seit langer Zeit.

Bereits am Wochenende hatte der russische Botschafter in Nordkorea gegenüber der TASS geäußert, dass es "angebracht" wäre, Nordkorea zu gemeinsamen Manövern Russlands und Chinas einzuladen. Militärübungen der USA und ihrer Partner in Asien, die offen gegen China, Nordkorea und Russland gerichtet seien, machten "gemeinsame Antworten" notwendig. Erst kürzlich hatte Südkorea zusammen mit den USA und Japan Militärübungen abgehalten. Nordkorea führte als Reaktion einen simulierten Atomwaffenangriff auf Ziele in ganz Südkorea durch. Pjöngjang bezeichnete die kollektiven Übungen der USA mit ihren beiden Partnern im Pazifik als Vorbereitung auf einen atomaren Präventivschlag Washingtons.

Berichten zufolge haben der russische Präsident Putin und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un sich schriftlich ausgetauscht, wobei sie einander ihrer engen bilateralen Beziehungen versicherten. In der New York Times hieß es unter Berufung auf ranghohe Beamte aus dem Weißen Haus: Kim plane in diesem Monat einen Besuch in Russland. So soll er vermutlich mit seinem gepanzerten Zug in die Hafenstadt Wladiwostok im Osten Russlands reisen, die etwa 250 Kilometer von der nordkoreanischen Grenze entfernt ist. Sicher ist, dass Präsident Putin am 12. September zu einem Wirtschaftsforum nach Wladiwostok reisen wird. Das teilte sein Sprecher Dmitri Peskow am 5. September mit. Auf die Fragen russischer Journalisten nach einem möglichen Treffen mit Kim antwortete Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur TASS jedoch:

"Wir haben dazu nichts zu sagen."

Ebenfalls am Dienstag warnte der Sprecher des US-Außenministeriums, Vedant Patel, Nordkorea davor, Waffen an Russland zu liefern. Er behauptete gegenüber Reportern, Moskaus Hinwendung zu Pjöngjang wegen Waffen zeige die Wirksamkeit der US-Sanktionen, die im Zuge des Ukraine-Krieges verhängt worden seien.

Die Medien im Westen haben in den vergangenen Tagen der mutmaßlichen Militärkooperation zwischen Russland und Nordkorea große Aufmerksamkeit geschenkt, wobei sie kommentiert haben, es wäre eine schlechte Entwicklung für die Ukraine und Europa, sollte Nordkorea Waffen an Russland liefern. Jede Waffe, die Putin aus dem Ausland erhalte, sei ein zusätzliches Problem für die ukrainische Gegenoffensive.

Käme es nun zu einer Militärkooperation zwischen Moskau und Pjöngjang, dann würde dies in Ostasien ein Gegengewicht zu der neuen Dreierallianz USA, Südkorea und Japan darstellen. Biden traf kürzlich die Präsidenten Japans und Südkoreas in Camp David, um eine Mini-NATO im Pazifik gegen die aufstrebende Weltmacht China aufzubauen. 

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