Teurer Kaffee: Costa Coffee warnt vor Preisanstieg auf dem Weltmarkt

Dürre und Starkregen in Brasilien setzen den Kaffeemarkt unter Druck, die Vorräte an Arabica-Bohnen sind auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren gefallen. Die britische Kaffeehauskette Costa Coffee rechnet daher mit anhaltend hohen Einkaufspreisen und warnt vor Folgen des Klimawandels für Ernten.

Die britische Kaffeehauskette Costa Coffee hat vor steigenden Kaffeepreisen gewarnt, da der Klimawandel die Kosten in die Höhe treiben könnte, berichtet die Zeitung The Telegraph.

Konzernchef Philippe Schaillee sagte, dass die Kaffeepreise nach einem Anstieg häufig stark sinken, dies in den vergangenen Monaten jedoch nicht der Fall gewesen sei. Die Preise blieben weiterhin hoch. Costa müsse deshalb teure Kaffeebohnen einkaufen, und das in einer Phase, in der das Unternehmen versuche, sein Geschäft wieder auf Kurs zu bringen.

Wie The Telegraph schreibt, kostet ein Latte in Standardgröße bei Costa derzeit £4,40 (umgerechnet rund 5,20 Euro), vor fünf Jahren waren es £2,90 (rund 3,43 Euro). Der gesamte Weltkaffeemarkt sei zudem von erhöhter, wetterbedingter Volatilität geprägt.

Brasilien, der weltweit größte Kaffeeproduzent, habe besonders unter der jüngsten Dürre gelitten, so die Zeitung. Die Vorräte an Arabica-Bohnen seien auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren gefallen, was den Markt anfällig für weitere Störungen mache.

Costa erklärte, man kämpfe mit hohen Großhandelspreisen. Zugleich warnte das Unternehmen, der Klimawandel könne die Verfügbarkeit der benötigten Bohnen verringern. Nach Einschätzung der Konzernführung kann die globale Erwärmung sowohl die Qualität als auch die Menge des verfügbaren Kaffees beeinträchtigen, während politische und wirtschaftliche Instabilität Exporte und Rohstofflieferungen stören könne.

Ende August hatte Bloomberg berichtet, dass in Brasilien starke Regenfälle die Kaffee-Ernte beschädigt hätten. Für Hersteller von Premiumkaffee und deren Kunden könnte es dadurch schwieriger werden, hochwertige Arabica-Bohnen zu bekommen. Die Niederschläge hätten die Ernte nicht nur verzögert, sondern auch ihre Qualität verschlechtert, wodurch weniger Bohnen verfügbar seien.

Im selben Monat ereignete sich in Kolumbien ein Erdbeben, das den Betrieb im wichtigsten Hafen des Landes, Buenaventura, beeinträchtigte und zur Sperrung von Straßen führte. Der Export kolumbianischen Kaffees kam dadurch weitgehend zum Erliegen.

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