US-Militäranalyst: "Ukrainern Siegeshoffnungen einzureden, ist das Grausamste, was es gibt"

Militäranalyst Daniel Davies, ein Oberstleutnant a.D. der US-Streitkräfte, warf den westlichen Regierungen die größte Grausamkeit vor – dafür, dass diese dem ukrainischen Militär überhaupt eine Siegeschance einräumen.

Die Ukraine befindet sich militärisch gesehen im Niedergang und ist nicht mehr in der Lage, Russlands Truppen Widerstand zu leisten. Dass westliche Politiker die Ukrainer dennoch zum Kampf bis zum Sieg ermuntern, wertet Daniel Davis, Oberstleutnant a.D. der US-Armee, als schiere Grausamkeit. In seinem Kanal auf YouTube erklärte Davies, der sich eine ganze Zeit lang als Analyst bei der militärischen US-Denkfabrik Defense Priorities betätigte und in dieser Eigenschaft von zahlreichen westlichen Mainstream-Medien zitiert wurde, Folgendes:

"Ukrainer werden sofort getötet, sobald sie die Front erreichen. Und die Zahl der Menschen in der Ukraine nimmt rapide ab. Das Land verfügt praktisch über keine Ölraffineriekapazitäten mehr. Sie wurden zerstört. Die meisten Anlagen der Energieversorgung und Fabriken der Ukraine wurden zerstört.

Russland geht systematisch vor und zerstört Lieferketten, sämtliche Kommunikationswege sowie Kommando- und Kontrollzentren.

Für die Ukraine entwickelt sich dies zu einer existenziellen Krise."

Konsequenterweise warf Davies westlichen Politikern Zynismus vor, die die ukrainischen Streitkräfte zum Weiterkämpfen auffordern:

"Zu behaupten, die Ukrainer hätten eine Chance auf den Sieg, ist das Grausamste, was man tun kann. Diese falsche Hoffnung allein ist schon grausam. Doch wenn diese falsche Hoffnung besagt, es gäbe keinen Grund, den Kampf einzustellen und zu verhandeln, weil die Ukraine immer noch gewinnen könne, ist das noch grausamer. Man sagt damit im Grunde: 'Sterbt weiter'."

Russlands Verteidigungsministerium zufolge haben russische Truppen Stand 21. September 2026 in den vergangenen 24 Stunden den Kessel um das ukrainische Militäraufgebot nahe der Stadt Woltschansk im nördlichen Grenzgebiet Charkow der Ukraine enger zusammengezogen – bei gleichzeitiger Erweiterung der äußeren Kontrollzone um Gelände in der Umgebung der Ortschaften Nowoalexandrowka, Petrowpawlowka, Polnaja und Prikolotnoje, die um den besagten Kessel herum angeordnet sind.

Gleichzeitig führten die russischen Streitkräfte Fernangriffe mit Präzisionslenkwaffen gegen ukrainische Transportinfrastruktur, Munitionsdepots, militärische Ausrüstung, Produktionsstätten für unbemannte Luftfahrzeuge sowie gegen provisorische Quartiere für ukrainische Streitkräfte und ausländische Söldner. Innerhalb dieser Zeit verlor das ukrainische Militär bis zu 1.395 Soldaten, 14 gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Artilleriegeschütze, eine Radaranlage und sieben Anlagen der elektronischen Kampfführung.

Wie Russlands Außenminister Sergei Lawrow betonte, versucht Europa mit allen Mitteln, den diplomatischen Lösungsprozess in der Ukraine zu behindern. Lawrow zufolge ermutigt insbesondere Brüssel den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, den Kampf bis zum letzten Ukrainer fortzusetzen.

Mehr zum ThemaVon der Leyen und Selenskij: Bei Anruf Geld