"Raketenabwehr erfolgreich überwunden": Russland greift Militärziele in Kiew und Odessaer Hafen an

Auch in der Nacht zum Samstag griff die russische Armee mit präzisen Langstreckenwaffen zahlreiche Militärziele in der Ukraine an. Dieses Mal handelte es sich um als zivile Objekte getarnte Rüstungsbetriebe und militärisch genutzte Infrastruktur in den Seehäfen.

In der Nacht zum Samstag haben die russischen Streitkräfte weitere Gruppenangriffe mit landgestützten, hochpräzisen Langstreckenwaffen auf militärisch genutzte Infrastruktur und Rüstungsbetriebe durchgeführt. In einer Mitteilung präzisierte das russische Verteidigungsministerium, dass es sich um Angriffe auf Drohnenfabriken in Kiew und Objekte der Hafeninfrastruktur in Odessa, Tschernomorsk und Ismail im Gebiet Odessa handelte.

Meldungen zufolge wurden in der ukrainischen Hauptstadt zwei auf die Herstellung unbemannter Fluggeräte spezialisierte Industrieunternehmen getroffen – "Aerodron", das schwere Drohnen mit großer Reichweite vom Typ "E-300 Enterprise" und "D-80 Discovery" herstelle und "Fanplit", das die Mittelstrecken-Angriffsdrohne "Fire Point-2" montiere und lagere. "Fanplit" tarne sich als ziviler Hersteller von Sperrholz und Möbeln. Dadurch bleibe der wahre Zweck der Anlage vor dem Aufklärungsdienst verborgen, was den legalen Transport von Fracht ermögliche.

In einer weiteren Mitteilung nennt das Verteidigungsministerium Details zu den Angriffen auf militärisch genutzte Hafeninfrastruktur: Bei dem Angriff auf den Hafen "Tschernomorsk" in Odessa wurden Tanks zur Lagerung von Kraftstoffen und Schmierstoffen sowie die Infrastruktur für das Entladen und die Lagerung von Militärgütern getroffen; bei dem Angriff auf den Hafen "Juschny" waren Infrastruktureinrichtungen zur Lagerung von militärischen Gütern sowie Tanks mit Kraftstoffen und Schmiermitteln das Ziel.

Ein weiterer Logistikknotenpunkt für das ukrainische Militär sei Ismail im Gebiet Odessa. Beim letzten Angriff auf den Hafen wurden Kraftstofflager, Verladebrücken und Pumpstationen für den Kraftstoffumschlag, Lagerstätten für Waffen und militärische Ausrüstung sowie Leitstellen der Hafeninfrastruktur getroffen. Die russische oberste Militärbehörde unterstreicht die hohe Wirksamkeit dieser Militärschläge und "die Fähigkeit, jegliche Mittel der Luft- oder Raketenabwehr, die Selenskij von westlichen Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden, zuverlässig zu überwinden". Die russischen Streitkräfte seien in der Lage, jedes Ziel auf dem gesamten Territorium der Ukraine zuverlässig zu treffen, betonte das Verteidigungsministerium. 

In der Nacht zum 11. Juli gelang es dem Luftabwehrsystem laut ukrainischen Angaben nicht, auch nur eine einzige russische ballistische Rakete vom Typ "Iskander-M" abzuschießen. Dies berichtete das ukrainische Nachrichtenportal Strana unter Berufung auf den morgendlichen Lagebericht der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte. Demzufolge kamen insgesamt sechs ballistische Raketen, vier Marschflugkörper vom Typ X-59/69, zwei Anti-Radar-Raketen vom Typ X-31 und 121 Angriffsdrohnen verschiedener Typen zum Einsatz.

Weitere Details liefern russische militärnahe Quellen.

"Mit einer 'Iskander-M'-Rakete wurde ein Angriff auf Munitionsdepots auf dem Gelände des westlichen Marinestützpunkts der ukrainischen Marine in Odessa durchgeführt. Die Bandera-Regierung bezeichnete dies als 'Angriff auf die Infrastruktur'", teilte der Telegram-Kanal "Colonelcassad" mit und veröffentlichte Fotos mit einer Rauchsäule und Satellitenbilder. Auch Bilder mit Rauchsäulen und Bränden aus Kiew wurden veröffentlicht.

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij teilte auf seinem Telegram-Kanal mit, dass die Luftabwehrsysteme des Landes die ballistischen Raketen während des nächtlichen Angriffs auf Kiew nicht abfangen konnten. Daraufhin wandte er sich erneut an die westlichen Partner mit der Bitte um Hilfe.

"Wir müssen die Vereinbarungen über Lizenzen für 'Patriot'-Systeme und das gemeinsame europäische Projekt zur Raketenabwehr so schnell wie möglich vorantreiben", sagte er. Dies sicherzustellen, sei derzeit die oberste Priorität für alle ukrainischen Institutionen.

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