Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez sieht die Zukunft ihres Landes eher rosig. An diesem Mittwoch hat die Politikerin eine Geflügelfabrik im östlichen Bundesstaat Monagas besucht und sich danach im Fernsehen zu wirtschaftlichen Fragen geäußert. Die kommissarische Staatschefin kündigte unter anderem an, dass das südamerikanische Land einen "großen Wirtschaftsboom" erleben werde.
Dabei hob Rodríguez die Maßnahmen ihrer Regierung hervor, die darauf gerichtet seien, das Wirtschaftswachstum zu festigen, die Produktivität zu optimieren und den Konsum anzukurbeln. Der Politikerin zufolge werde die Zeit der Prosperität in Venezuela aber noch etwas auf sich warten lassen:
"Das ist ein Venezuela, in dem sich unser Wirtschaftsplan 2040–2050 sichtbar machen wird, ein Venezuela, das seine solide Produktivitätsbasis aufrechterhalten und das Angebot für die Nachfrage garantieren wird."
Während ihres Fernsehauftritts unterstrich die Politikerin das Einvernehmen ihrer Regierung mit den Arbeitskräften. Die wichtigsten Richtlinien müssten ihr zufolge das Wirtschaftswachstum und das Gesellschaftsglück sein. Dabei sagte Rodríguez:
"Ich glaube nicht an ein ungleiches Wachstum. Ich glaube an die Gleichheit."
Am Vortag hatte die Übergangspräsidentin vor lokalen Produzenten einen Bericht über die Wirtschaftsleistung in Venezuela präsentiert. Dabei behauptete sie, dass das Land in Bezug auf das Wirtschaftswachstum der Spitzenreiter in Lateinamerika sei. So habe die Inflationsrate im Oktober den niedrigsten Stand seit zwei Jahren erreicht, während die Kaufkraft der venezolanischen Bevölkerung im vergangenen Jahr um 23 Prozent gestiegen sei.
Ende Oktober war die Oppositionschefin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado nach fast zehn Monaten im Exil nach Venezuela zurückgekehrt. US-Außenminister Marco Rubio führte die Rückkehr der Politikerin auf Gespräche über die politische Zukunft des südamerikanischen Landes zurück. Rubio rief alle politischen Kräfte in Venezuela dazu auf, die Versöhnungsgespräche zu unterstützen, um auf friedlichem Wege freie und faire Wahlen sowie eine dauerhafte Demokratie zu erreichen.
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